Schön mit dem Hund gehen
So, keiner kann leugnen, dass es jetzt richtig Herbst geworden ist. Zeit, es sich mal wieder so richtig schön zu machen.
Wo kann man es sich im Herbst am schönsten machen? Ihr Schweine! Im Wald natürlich. Buntes Laub, entweder noch auf dem Baum oder schon zermatscht unter deinen Füßen, zumindest herrscht hier eine romantische und friedvolle Stimmung, wo einem schon mal wehmütig um’s Herz werden kann – wenn man allein unterwegs ist. Da beneidet man die vielen Leute, die es sich mit ihren Hunden auf der Hundewiese so richtig schön machen und Spaß haben, und man denkt: “Warum habe ich nicht auch wenigstens einen Hund, mit dem ich so richtig schön durch den Wald tollen kann?”
Für alle, die entweder nicht die Zeit oder das Geld haben, um sich einen solchen Wohnungsgenossen anzuschaffen, habe ich hier gute Nachrichten: Man braucht kein Geld und nur minimalen Zeitaufwand, um es sich – und vor allem dem Hund – bei einem Waldspaziergang schön zu machen. Im Tierheim Köln-Dellbrück zum Beispiel kann man nach Erwerb des Hundeführerscheins, der vom Tierheim bezahlt wird, wenn man sich dort bereit erklärt, Hunde ausführen zu wollen (egal wie oft) und einer Einweisung im Tierheim selbst, die zwei Mal im Monat stattfindet, Hunde auf dem Gelände rund ums Tierheim spazieren führen.
Damit tut man nicht nur sich selbst, sondern vor allem den Hunden etwas Gutes, denn die sind auf die ehrenamtlichen Gassigänger angewiesen, da die Pfleger keine Zeit zum Ausführen der vielen Hunde haben. Wer ab und zu mal eine gute Tat vollbringen will, kann es den Hunden für ein Stündchen am Tag schön machen.
Ich kann mir mittlerweile nichts Schöneres mehr vorstellen, als von einem ausgeflippten Afghanen auf dem Bauch über eine nasse Wiese geschleift zu werden, eine amerikanische Bulldogge, in meine Hose verbissen, durch die Gegend zu zerren oder an einer Abzweigung eine Viertelstunde zu warten, bis der Hund sich entschieden hat, wohin er gehen möchte.
Das alles in wunderschöner Herbstwaldatmosphäre. Ist wirklich zu empfehlen!