Ich hab einen richtig schönen Aktivurlaub in den Alpen verbracht. 98 Kilometer; 5.500 Höhenmeter (und diese auch wieder herunter), drei Länder “besucht” (Italien, Schweiz, Frankreich) und das alles natürlich zu Fuß in maximal 26 Stunden, vom Veranstalter so vorgegeben.
Freitag ging es um 10 Uhr in Courmayeur in Italien auf ca. 1.200 ü. NN los. Schnell erfolgte der erste Aufstieg auf über 2.500 Meter auf den Tete de la Tronche. Eine atemberaubende Aussicht auf die Ausläufer der Gletscher rund um den Mont Blanc war die Belohnung.
Anschließend ging es über den Grand Col Ferret (2.537 m) in die Schweiz und in die Nacht. Mit einer Stirnlampe ausgerüstet, wurden weitere zwei Berge von 2.000 Meter überquert. Auf den Gipfeln war es recht windig und kalt, und man bewegte sich in dichten Wolkenfeldern.
Die Sicht reichte da gerade für den Kegel der Stirnlampe. Dies machte vor allem das Bergablaufen sehr schwierig, da man dabei ja eine weitaus höhere Laufgeschwindigkeit hatte. Nach 80 Kilometern überquerte man die Grenze zu Frankreich. In den frühen Morgenstunden wartete noch eimal ein steiler Aufstieg auf den Tete aux Vents (2.130 m). Oben angekommen, konnte ich einen unvergesslichen Anblick des Mont Blanc Massifs genießen. Unweit unseres Pfades zogen in diesem Augenblick zwei Gämse vorbei, was eine surreale Stimmung hervorrief und den Moment noch einzigartiger machte.
Von der Bergstation la Flegere ging es dann nur noch abwärts bis zum Zieleinlauf im Zentrum von Chamonix. Nach 25 Stunden und 46 Minuten war ich im Ziel. Direkt nach dem Lauf war ich mir eigentlich sicher, nicht noch einmal so ein Event mitzumachen. Mittlerweile überlege ich, ob es nächstes Jahr die 106 km oder doch die 166 km Variante sein soll. Schau’n wir mal…







